Interreligiöser Dialog

In unserer multikulturellen und auch multireligiösen Gesellschaft ist es wichtig, dass Menschen miteinander reden und bei allen Differenzen dennoch die Gemeinsamkeiten beleuchten. Daher engagieren wir uns im interreligiösen Dialog. Der regelmäßig stattfindende Islamisch-Christliche-Arbeitskreis beleuchtet Ereignisse und Themengebiete aus dem jeweiligen Blickwinkel und fördert dabei den Gedankenaus- tausch. Auch beim Interreligiösen Arbeitskreis (IrAK) in Darmstadt sind wir aktiv und fördern gemeinsam Projekte. Hervorzuheben ist die jährlich am 8. Mai stattfindende Veranstaltung „Religionen für den Frieden“, bei der wir als Muslime zusammen mit Juden, Christen, Bahai, Ahmadiyya und anderen zum Frieden aufrufen. Diese unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters stehende Veranstaltung sendet ein Signal in die Gesellschaft, dass Glaubensrichtungen sich für ein friedliches Miteinander einsetzen und Gewalt aus religiöser Überzeugung ablehnen. 


Nachfolgend die Selbstdarstellung des Interreligiöser Arbeitskreis Darmstadt (IrAk)

1998 wurde die jährliche bundesweite Interkulturelle Woche mit einer interreligiösen Feier in der Stadtkirche Darmstadt und einem Markt der Möglichkeiten für Hessen eröffnet. Das gemeinsame Feiern war so beeindruckend, daß einige der Vorbereitungsgruppe das Bedürfnis hatten, dieses Erlebnis 1999 zu wiederholen. So wurde aus einer begrenzten Arbeitsgruppe ein kontinuierlicher Arbeitskreis. Die Zusammensetzung hat in 18 Jahren immer wieder mal gewechselt, im Grunde sind dort Aleviten, Ahmaddiyya, Baha`í, Christen verschiedener Konfession, Sunniten, aber auch religionslose Interessierte versammelt. In den Jahren waren nicht immer Angehörige aller dieser Religions- oder Weltanschauungs-Gemeinschaften gleichzeitig aktiv. Jede/r im Arbeitskreis verantwortet seine Mitarbeit selbst, ist kein beauftragter Repräsentant seiner Religionsgemeinschaft. Somit verantwortet der Arbeitskreis seine Aktivitäten ebenfalls selbst, ist keiner Institution zur Rechenschaft verpflichtet.

Über 10 Jahre hat der Arbeitskreis immer wieder gemeinsam Themen bearbeitet (Frieden, Gewalt, Endzeit, Musik usw.) und jährlich zu einer „Feier der Religionen“ während der Interkulturellen Woche eingeladen. In den letzten Jahren wurde mehr Wert auf Projektarbeit gelegt (z.B. Garten der Begegnung, interreligiöser Religionsunterricht). Angesichts der religiös getönten Konflikte weltweit erscheint es uns umso wichtiger, die Gemeinsamkeiten zu betonen und gegenseitiges Vertrauen zu demonstrieren.